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Sarah Wessels – ich habe nur selten angst verrückt zu werden

Bin ich gerade hier? Seit wann ist jetzt? Gerade wurde ein Teller fallen gelassen. Ist das noch jetzt oder schon Erinnerung? Das „ich“ besteht aus Erinnerungen, Tagträumen, Grübeleien, Gedanken, Fantasien, die irgendwo in einem Körper wohnen. Der Unterschied zwischen Erinnerungen und Tagträumen ist, dass Erinnerungen vorgeben, an Tatsachen zu hängen; an Dingen, die wirklich passiert sind. Aber was heißt wirklich? In ihrer im Rahmen der Zeitzeug_ Residenz erarbeiteten Performance lädt Sarah Wessels (Studentin der Szenischen Forschung) dazu ein, die eigenen Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen nochmal genauer in Augenschein zu nehmen. Die (Dys)Funktionsweisen des menschlichen Gehirns werden in ein neues Licht gerückt.

Die Residenzproduktion wird auf Instagram live exklusives Material mit euch teilen.
Residenzformat Zeitzeug_2020 Das Zeitzeug_Festival wird dieses Jahr durch ein Residenzprogramm erweitert. In Kooperation mit dem Thealozzi e.V. hat die Künstlerin Sarah Wessels einen Monat lang, bis zum Beginn des Festivals, die Möglichkeit ihr eingereichtes Konzept in den Räumlichkeiten des Thealozzi szenisch zu erforschen, auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Dabei stehen ihr eingeladene Gäste und das Zeitzeug_Team regelmäßig als outside-eye zur Verfügung. Am 17.4. wird die für das Zeitzeug_Festival 2020 (weiter)entwickelte Neuproduktion von Sarah Wessels im Thealozzi gezeigt. Weitere Informationen gibt es im Timetable.
Artist in Residency Program This years Zeitzeug_Festival is enhanced by an artist in residency program. In cooperation with Thealozzi e.V, during one month the artist Sarah Wessels has the opportunity to do scenic research on her submitted concept, to try it out and to extend it in the spaces of the Thealozzi. Invited guests and the Zeitzeug_Team will function as outside-eyes, if needed. On the 17.4. the enhanced new production of Sarah Wessels will be shown in the Thealozzi. For further information, check out the Timetable. >

The residency production will share exclusive material with you live on Instagram.

Cathleen Guthmann – Keine weiteren Fragen

Die Installation »Keine weiteren Fragen« zeigt eine künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung zur Ökonomisierung der Geburtshilfe. Die Künstlerin Cathleen Guthmann kombiniert in ihrer Arbeit Fotografie, Video, Ton, sowie installative Elemente, zum Beispiel ein mobiles Fetal Doppler – Messgerät. Sie experimentiert mit diesen Objekten, gibt ihnen einen vom eigentlichen Nutzen entfremdeten Fokus. Sie spielt mit Emotionen und Befremdlichkeit, um dadurch ihre kritische Haltung deutlich zu machen. Die Künstlerin möchte darauf aufmerksam machen, welchen Trend die heutige Geburtsmedizin geht und wo Effizienz seine (-menschlichen) Grenzen überschreitet. Cathleen Guthmann studierte an der Bauhaus-Universität Weimar Medienkunst/-gestaltung mit dem Schwerpunkt Fotografie. Sie lebt und arbeitet in Weimar/ Thüringen.

Das Werk wird Teil einer Schaufenster-Ausstellung in unserem Festivalzentrum sein. Außerdem wird hier auf unserer Website exklusives Material mit euch geteilt.
The Installation „ Keine weiteren Fragen“ shows an artistic, scientific engagement of the economization of obstetrics. The artist Cathleen Guthmann combines Photography, Video and Sound, as well as installation elements in her work, p.e. a mobile „fetal doppler“. She experiments with the objects, gives them a focus which leads away from the intentional utility of it. She plays with emotions and strangeness, to make clear her critical stand. The artist wants to draw attention, which trend the midwifery nowadays takes and where efficiency crosses its (human-) boundaries. Cathleen Guthmann studied media design with a focus on photography at Bauhaus-University in Weimar. She lives and works in Weimar/Thüringen.

The work will be part of a vitrine exhibition in our festival center. We also share exclusive material with you here on our website.

Menion & timodufner – Intergalactic Gas Distribution

Improvisierte Musik, visualisiert durch künstliche Intelligenz. Dialog im Raum, Interaktion, Improvisation, Live-Sampling, sowie der kreative Einsatz von traditionellen und experimentellen Instrumenten, Synthesizern, elektronischen Effekten und Alltagsgegenständen – all dies wird unter dem Einfluss von KI zu Musik. Daraus entwickelt sich ein einzigartiger, atmosphärischer Klang und ein nicht wiederholbares Klangerlebnis. Die eingesetzte KI besteht aus einem neuronalen Netzwerk, also einer beispielhaften Reproduktion von Gehirnfunktionen. Die Datensätze, die zum Training des Netzwerkes verwendet werden, umfassen Daten zur Verhaltensmodellierung und zur Verteilung von Gasen im Raum.

Die Performance wird auf YouTube zu sehen sein.

Improvised music, visualised through artificial intelligence. Dialogue in space, interaction, improvisation, live sampling, as well as the creative use of traditional and experimental instruments, synthesizers, electronic effects and everyday life objects — all of which turns into music under the influence of AI. Evolving from this is a unique, atmospheric sound and non-repeatable sound experience. The employed AI consists of a neural network, thus an exemplary reproduction of brain functions. The data sets which are used to train the network includes behavioural modelling data as and the distribution of gases in space.

The performance will be shown on YouTube.

Pooyesh Forouzandeh – Redundanz



In Redundanz bringt das Trio um den Regisseur Pooyesh Frozandeh und die Performerinnen Negar Foroughanfar und Franziska Schneeberger eine schlichte Frage auf die Bühne: was erwarten Sie? Vielleicht erst einmal gewisse Informationen über eine Performance, in diesem Fall die Performance „REDUNDANZ“, die in diesem Festival zu sehen sein wird. Ein Text soll dabei helfen, den Inhalt des Stücks zu verstehen. Dieser Text solle eventuell vermitteln, mit welchen Methoden und aus welchen Auseinandersetzungen diese Arbeit entstanden ist. Das können wissenschaftliche, künstlerischen oder auch identitätsbezogene Fragestellungen der Performancemacher*innen sein. Ein solcher Text wird den Besucher*innen normalerweise vor der Aufführung zur Verfügung gestellt, um sich auf das spätere Geschehen vorzubereiten. In der Regel soll er Lust auf mehr machen. Also: Was erwarten Sie auf der Bühne?

Performerinnen: Negar Foroughanfar, Franziska Schneeberger Konzept und Regie: Pooyesh Frozandeh

Die Performance wird auf YouTube zu sehen sein.
In Redundanz the trio of director Pooyesh Frozandeh and performers Negar Foroughanfar and Franziska Schneeberger are stating a plain question on stage: What do you expect? At first some basic information about the performance, in this case the performance “REDUNDANZ”, which will be shown at this festival. A text is there to help follow the topic of the piece. The text will give an impression of the methods and conflicts the work is dealing with. This could be scientific, artistic or identity-based questions of the group. Such a text is normally handed to the audience before the performance started, to prepare them for what is going to happen. Usually it is supposed to create excitement. So: What can be expected to happen?

Performerinnen: Negar Foroughanfar, Franziska Schneeberger

Konzept und Regie: Pooyesh Frozandeh

The performance will be shown on YouTube.

Plus Ou Moins Cirque Productions – Unmeasurement

Der Logik des Messens, Markierens und Konstruierens nachgehend, lenken die drei Künstlerinnen den Blick auf das, was sich üblichen Messvorgängen entzieht und eröffnen assoziative Möglichkeitsräume. Dafür entwickelten sie eigene choreographische, akustische und visuelle „Messapparate“ , die auf digitalen und analogen Technologien basieren. Ausgestattet mit diesen Werkzeugen bewegen sich die Performerinnen gemeinsam mit dem Publikum durch den Raum. Die vorgefundene Architektur, eine akrobatische Choreographie in der Vertikalen, live erzeugte Projektionen und experimentelle Klangwelten überlagern sich zu einer improvisierten, räumlichen Collage, welche die Wahrnehmung des Raumes ständig verändert. Die Künstlerinnen vollziehen in UNMEASUREMENT eine Art Umkehrung des Messvorgangs – hin zu einer Poetik des Unbestimmbaren.

UNMEASUREMENT #009 – Serie Scripts & Scores Von und mit / By and with: Claire Terrien (Performance), Lena Gätjens (Live-Projektionen, Kostüme), Caroline Tallone (Musik). Ortsspezifische Performance / Site-specific Performance Eine Produktion von Plus Ou Moins Cirque Productions. Gefördert von Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Bezirkskulturfonds Berlin-Lichtenberg.
UNMEASUREMENT focuses on inaccuracies, the failure of the measuring process. Following the logic of measuring, marking and constructing, the performers develops tools, apparatus and methods to express the underlying difficulties of an unmeasurable world and the beauty of the indeterminable. Through dance, acrobatic and balancing movements the basic forces of physics and our willingness to take risks are examined and choreographed.

UNMEASUREMENT #009 – Serie Scripts & Scores Von und mit / By and with: Claire Terrien (Performance), Lena Gätjens (Live-Projektionen, Kostüme), Caroline Tallone (Musik). Ortsspezifische Performance / Site-specific Performance Eine Produktion von Plus Ou Moins Cirque Productions. Gefördert von Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Bezirkskulturfonds Berlin-Lichtenberg.

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