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gez. Euer Ernst

Ich werde heute Abend die Stimme in deinem Kopf sein.

#2 ist eine choreographische Audio-Installation, in der fünf Gäste bewegt werden. In einer Anordnung aus fünf mobilen Kabinen, fünf unterschiedlichen Erzählungen und Popmusik treffen sich menschliche Blicke und kreieren Momente, in denen Welten auf- und untergehen, in denen das Behagen und Unbehagen von Begegnung zur Verhandlung steht. Im Selbstgespräch mit einem körperlosen Anderen durchlaufen die Teilnehmenden unterschiedliche Raumsituationen. Den Blicken der anderen ausgesetzt – aber bewaffnet mit eigenen Augen – vollziehen sie dabei ihre jeweils eigene Denkbewegung. Fünf große, schimmernde Module rollen für sie durch den Raum. Hier geht es nur um dich. You matter, I promise.

Über die Gruppe

Euer Ernst ist ein Kollektiv. Es stellt Situationen her, die Philosophie und Performance in einen Wirkungszusammenhang bringen. gez. Euer Ernst sind Fanny Langner, Helena Eckert, Johann Mittmann, Marleen Wolter und Volker Sondermann.


#2

» Freitag, 24.11.,13 Uhr, 13.45 Uhr, 14.30 Uhr, 16 Uhr, 16.45 Uhr
» Samstag, 25.11. um 12 Uhr, 12.45 Uhr, 13.30 Uhr, 15 Uhr und 15.45 Uhr
» Studiobühne des Musischen Zentrum, RUB Campus Bochum

ACHTUNG: An dieser Veranstaltung können maximal 5 Personen gleichzeitig teilnehmen. Um einen Platz verbindlich zu reservieren, bitte auf die jeweilige Uhrzeit klicken.

Bochum: Auf den Spuren von Heino Ferch

Bisher dachten wir Heino Ferch sei Deutschland: Hitlers Architekt, Tunnelgräber, Adlon-Gründer. Jetzt wissen wir es besser: Heino Ferch ist Bochum.
Das Tor 5 ist als Eingang zum ehemaligen Krupp-Gelände umgeben von der schwerindustriellen Vergangenheit Bochums: Stellwerk, Wasserturm und Zechen. Im ZDF-Dreiteiler „Krupp – eine deutsche Familie“ flaniert Heino Ferch, bzw. Gustav Krupp vor dieser Kulisse.

Die Uhr am Tor 5 ist heute auf 02:05 Uhr stehen geblieben. Heino Ferch hätte das 1907 nicht geduldet: „Meine Brieftasche und meine Uhr bitte.“
(Gustav Krupp, in: Krupp – eine deutsche Familie, Teil 1 „Aufstieg & Leidenschaft“, ZDF 2009.)

hannsjana und Heino Ferch spielen wie so viele andere Künstler*innen auch, wo kein Stahl mehr produziert wird. Die Hochöfen leuchten nicht von innen, sondern werden von außen angestrahlt. Unter alten Rohren wurden neue Radwege gebaut und neben Fördertürmen sind Aussichtspunkte auf Industriebaracken entstanden, die die Ruhrtriennale beheimaten. Die Ruinen einer untergegangenen Industrie sind zur Kulisse für eine andere geworden.

Heino Ferch ist hier Gustav Krupp und A-Klasse-Schauspieler zugleich.

Heino Ferch ist ehemalige Schwerindustrie und heutige Kulturindustrie in einer Person.

Heino Ferch ist nicht Deutschland, Heino Ferch ist Bochum.

Zeitzeug_ zwischen Ebbe und Flut – die Spielstätte steht!

Mit dem ehemaligen Kramladen, in dem momentan das Theater der Gezeiten beheimatet ist,
hat das Zeitzeug_ Festival 2016 eine weitere Spielstätte entdeckt. Beim Betreten der Räumlichkeiten ist geradezu zu spüren, wie Bochums Arbeiterkultur der 60er Jahre auf das Off-Theater stößt und herzlich empfangen wird. Vor der ehemaligen Ladenzeile und gegenüber dem großen Schaufenster sitzend, begrüßt uns Benno Boudgoust, der Gründer des 26 Jahre alten Theaters. Nach einem spannenden Palaver über den Werdegang des Theaters mit zahlreichen Umzügen und Auftritten auch internationaler Kollektive, führt er uns durch den ersten sehr hellen und einladenden Theaterraum. Gerade noch zahlreichen anwohnenden Familien in die Arme laufend, betreten wir auf der rechten Seite des Gebäudes eine kleine Blackbox, mit verwinkelten Hinterräumen. Uns ist sofort klar, die nächsten Künstler_innen des Zeitzeug_ Festivals werden ihren Spaß mit den Möglichkeiten dieser Spielstätte haben.

“Verarbeite, was dich verarbeitet 2”

Ehrlich währt vielleicht nicht am längsten, aber doch eine Dreiviertelstunde. Und Möbelstücke aus Fritz-Kola-Kästen sind längst kein fancy Gimmick mehr, sondern eine als selbstverständlich integrierte Institution. Ganz klassich nutzt der Performer sie als körperliche Erhöhung und versammelt unsere Aufmerksamkeit, bevor er beginnt, Wind zu machen: um uns vor dem zu warnen, was kommt. Erst werden wir ein paar Filme zusammen gucken, dann Obacht weil Stroboskopichteinsatz, und dann zieht er sich aus. Also los.

Podiumsdiskussion “Best Practice Utopia: Es kann richtig gut werden”

“Practicing Utopia”

Ort: Zukunkftsakademie

Zeit: an einem grauen Novembernachmittag

In den Rollen:

Timo Köster als Kulturdezernent der Stadt Hagen und geleckter Anzugträger

Julia Wissert als ultrafeministische Intendantin in Bottrop

Azize Flittner als Bekämpferin des IS und des Patriarchats

Julia Nitschke als Tee schlürfende Videobotschafterin und Like-Button-Verfechterin

Annette Dabs als utopistische Email-Stimme, verlesen durch Azize Flittner

Oliver Kontny als eingeschüchterter weißer, männlicher, heterosexueller Moderator

SMASH THE APPARATUS

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